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Warum es sich nicht mehr lohnt, über den Prenzlauer Berg zu schimpfen, außer es wird ein Psychonautikon.

Psychonautikon Cover PressEs gab mal eine Zeit, in der der Prenzlauer Berg wild war. Eine Zeit, die wie aus einer anderen Epoche scheint, von der man hier und da mal munkelt und die dann gerne in einem Ton mit der Geschichte vom Trümmerfeld Mitte genannt wird. All das ist im Jahrzehnt des Prenzlberg-Bashings in den Wogen grüner Smoothies ertrunken und unter Schwabenwitzen todverniedlicht worden. Was jetzt nicht passieren sollte: Dass dieser Text in den Ordner mit den Prenzlauer-Berg-Lästerartikeln verschoben wird. Dies ist keine Tirade. Vielmehr so etwas wie die Bühne für eine Ehrenrettung im Wolfspelz. Bert Papenfuß (Gedichte und Text) und Ronald Lippok (Zeichnungen) beleuchten in Psychonautikon Prenzlauer Berg (starfruit Verlag) diese Welt, in der „einst Luschen und Ässer die Sau rausließen“, aber mit den Mitteln eines Spions im System. Mit einer Lesung am Donnerstag feiern beide die Veröffentlichung.

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Tag am See: ‘By The Lake’-Festival verkündet Line-Up und Location.

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Was gibt es schöneres im Berliner Sommer, als ein Tag am See? Vielleicht ein Tag am See mit einem liebevoll kuratierten Musikprogramm von „The Lake“, dem von Efterklang mitbegründeten Webradio.  Und wer Efterklang kennt, weiß, dass das eine geschmackssichere Sause werden dürfte.

Austragungsort des Ein-Tages-Festivals am 29. August ist die Freilichtbühne Weißensee. Die in den 50er Jahren erbaute Bühne wurde erst vor kurzem als Freiluftkino wiederbelebt und liegt direkt am Weißen See – schöne Aussicht und problemlose Anreise sind also garantiert. Außerdem fühlen sich Efterklang schon länger in dem Viertel zu Hause – ihr Studio liegt fast ums Eck –  und möchten dem Kiez so kulturell etwas zurückgeben.

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Hustensaftvampire. ‘Easter’-Release Konzert im Südblock.

easter the softest hard

Ein kleines, goldenes Glas. Ein altmodischer, schlichter Kelch. Beide angefüllt mit dunkelrotem Saft. Adam und Eve, das wenig menschliche Paar aus Jim Jarmusch ‚Only Lovers Left Alive‘ setzt parallel an, trinkt, kippt hinten über und sinkt fröhlich grinsend auf dem jeweiligen Sofa zusammen. Ungefähr so klingt ‚Easter‘. Glück im Apathischen, emotionale Verbindung trotz räumlicher Trennung, Ekstase in Zeitlupe, Beischlafmusik für Hustensaftvampire. Das Dunkle des 80s Wave trifft auf den Hitzeerhaltungssatz von Glasnudeln. Max Boss warme, sehr reduziert-produzierte Flächen auf den stoischen Gesang Stine Omars; eben the softest hard. Songs wie Lychees: eine futuristisch anmutende, harte, altrosa Oberfläche mit weichem, weißen, fleischigen Inneren. Oder wie ‘Easter’ selbst es beschreiben: “Through our music you will, eventually, be able to face the most beautiful ass on the beach.” [...mehr von “Hustensaftvampire. ‘Easter’-Release Konzert im Südblock.” ]

Geh doch einfach wieder mal raus: ‘Little Dragon’ im Heimathafen NeuKölln

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Essen gehen ist eigentlich immer eine gute Sache. Warum man am Montag, den 24.02. dennoch lieber nicht zum nächsten Hype-Koreaner, sondern in den ‘Heimathafen’ gehen sollte? Dort gibt es das beste ‘Nabuma mit Rubberband’ der Stadt, und das auch nur an diesem Tag.

‘Little Dragon’ sind ein bisschen wie Tapas: Sie bieten eine fein abgestimmte Palette aus R&B, Synthpop, Indietronica und Jazz und servieren alles in handlichen 3 Minuten Portionen, von denen man unter einem Album selten satt wird. „Wir lieben so so viele verschiedene Arten von Musik. [...mehr von “Geh doch einfach wieder mal raus: ‘Little Dragon’ im Heimathafen NeuKölln” ]

Hingehen. ‘Polymono’ Release Festivity mit HELMUT, Powel, Camera, Angry Lord und Marius Bubat

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HELMUT, in Großbuchstaben! Ein Name, der so schlicht erscheint, als habe er nur diese eine Ebene, diesen etwas altmodischen Charakter. Dabei hat bereits Jim Jarmusch in ‚Night On Earth‘ bewiesen, dass Helmut – say: Mr. Lampshade – mehr als nur eine Seite hat. Ein Clown, der sich verhält wie ein staatenloser Drifter, ein Mensch, der sich den kindlichen Blick auf fremde Kulturen bewahrt hat und noch immer Staunen – dafür weniger Taxifahren – kann. So betrachtet passt HELMUT gut als Künstlername für Adrian Schull, der »Vögel beobachten, Berührungen, Tetris« zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählt und als Inspiration schon mal eine Verbindung zwischen George Orwell, Four Tet und Calvin & Hobbes herstellt, die tatsächlich den Gestus der Songs auf ‚Polymono‘ überraschend gut zusammenfasst.

HELMUT macht wunderbar luftige Musik für die ersten Frühlingstage, ohne leicht oder beliebig zu klingen. Dafür passiert zu viel zwischen den indietronischen Loopstrecken aus Klickern, Snappen und Handclaps [...mehr von “Hingehen. ‘Polymono’ Release Festivity mit HELMUT, Powel, Camera, Angry Lord und Marius Bubat” ]